Allgemeine Geschäftsbedingungen

Bei Anmietung eines Bio-Gemüseackers gelten folgende

Allgemeine Nutzungsbedingungen zur Nutzung einer Ackerfläche zum Gemüseanbau

zwischen

dem Kunden

und

der Ackerhelden GmbH, Rellinghauser Str. 111, 45128 Essen nachstehend „Ackerhelden“ genannt

Der Kunde unterbreitet hiermit den Ackerhelden das Angebot zum Abschluss eines Vertrages mit nachstehendem Inhalt. Der Vertrag kommt erst zustande, wenn die Ackerhelden das Angebot des Kunden innerhalb einer Frist von zwei Wochen annehmen. Eine Annahme durch die Ackerhelden ist regelmäßig darin zu sehen, dass dem Kunden an dessen angegebene E-Mail-Adresse eine Rechnung übermittelt wird.

§ 1 Vertragsgegenstand / Pflichten der Ackerhelden

Die Ackerhelden verfügen über eine landwirtschaftliche Nutzfläche an dem vom Kunden gewählten Standort.

Die Ackerhelden überlassen dem Kunden ein Teilstück aus dieser Nutzfläche in der vom Kunden gewählten Größe zum Zwecke des eigenständigen und nicht gewerblichen Gemüseanbaus durch den Kunden (nachstehend: Vertragsgegenstand). Die genaue Bestimmung des zu überlassenden Teilstücks obliegt dem billigen Ermessen der Ackerhelden und wird dem Kunden rechtzeitig vor Saisonbeginn mitgeteilt.

Mindestens drei Viertel der Fläche werden durch die Ackerhelden unter Berücksichtigung der gemüsebaulichen Erfordernisse vorbepflanzt bzw. eingesät. Die Zusammenstellung der Gemüsekulturen wird dabei durch die Ackerhelden festgelegt.

Neben den in den Nutzungsbedingungen enthaltenen Leistungen bieten die Ackerhelden weiteren saisonbezogenen Service an. Eine Übersicht der in der jeweiligen Saison enthaltenen Leistungen findet der Kunde auf der Website der Ackerhelden unter: http://www.ackerhelden.de/leistungsübersicht.

Das Datum des Saisonbeginns wird durch die Ackerhelden festgelegt und dem Kunden rechtzeitig per E-Mail mitgeteilt. Frühestens beginnt die Saison am 20. April eines Jahres, spätestens am 16. Mai. Der genaue Termin kann witterungsbedingt variieren.

Der Gemüseanbau ist in der Zeit vom Saisonbeginn bis zum 30. November zulässig. Außerhalb dieser Zeit ist eine Bewirtschaftung ausgeschlossen.

§ 2 Vertragsdauer

Dieser Vertrag wird für den Zeitraum vom Saisonbeginn bis zum 30. November eines Kalenderjahres geschlossen. Danach endet das Vertragsverhältnis automatisch.

§ 3 Vergütung

Die Vergütung für die Überlassung des Teilstücks für den Zeitraum vom Saisonbeginn bis 30. November entspricht dem zum Zeitpunkt der Angebotsabgabe des Kunden auf der Website http://www.ackerhelden.de für den gewählten Standort und die gewählte Teilstückgröße gültigen Preis und ist im Voraus innerhalb von 10 Tagen nach Annahme des Vertrages zu entrichten.

Sofern nach 10 Tagen kein Zahlungseingang erfolgt ist, werden die Ackerhelden dem Kunden eine Zahlungserinnerung per Mail zusenden. Ist auch nach weiteren 5 Tagen kein Zahlungseingang erfolgt, haben die Ackerhelden das Recht, ohne weitere Ankündigung vom Vertrag zurückzutreten.

§ 4 Kein Recht zur Unterverpachtung

Die Überlassung des Vertragsgegenstandes oder einzelner Teile des Vertragsgegenstandes an Dritte ist ausgeschlossen. Dem Kunden steht es aber selbstverständlich frei, mit Dritten gemeinsam den Gemüseanbau auf dem Vertragsgegenstand zu bearbeiten.

§ 5 Weitere Pflichten des Kunden

Der Kunde ist verpflichtet
- den Vertragsgegenstand im Zeitraum vom Saisonbeginn bis zum 30. November eines Jahres ordnungsgemäß zu bewirtschaften;
- die übernommene Bepflanzung und Aussaat ordnungsgemäß zu pflegen;
- die Regelungen und Auflagen des Landwirts, zu dessen Betrieb der Vertragsgegenstand gehört, zu beachten und zu erfüllen, insbesondere im Hinblick auf die Entsorgung von Abfällen und die Pflege des Vertragsgegenstandes;
- die Richtlinien des ökologischen Anbauverbands zu beachten, von dem der Betrieb zertifiziert ist und zu deren Einhaltung sich der Landwirt seinerseits verpflichtet hat. Die einzelnen Richtlinien stehen auf der Website der Ackerhelden zum Download bereit;
- dazu gehört auch insbesondere, dass Jungpflanzen, Saatgut und sonstige Materialien ausschließlich über die von den Ackerhelden genannten Bezugsquellen zu beziehen sind.

Der Kunde hat es zu unterlassen, auf dem Vertragsgegenstand Bauten, auch nur vorübergehende, zu errichten.

Kommt der Kunde seinen Pflichten nicht nach, sind die Ackerhelden nach einmaliger schriftlicher Mahnung mit einer Fristsetzung von 10 Tagen berechtigt, das betreffende Teilstück umzupflügen oder anderweitig in Bewirtschaftung zu bringen, um z.B. Flurschäden durch wucherndes Unkraut oder die Schädigung von benachbarten Teilstücken zu verhindern.

§ 6 Beschaffenheit des Vertragsgegenstandes

Die Ackerhelden gewährleisten, dass sich der Vertragsgegenstand zum Gemüsebau eignet. Weitere Garantien oder Zusicherungen werden nicht abgegeben.

Die Ackerhelden übernehmen keine Haftung für Missernten infolge höherer Gewalt, ungünstiger Wetterbedingungen, Wildfraß oder Diebstahl.

§ 7 Verkehrssicherungspflichten

Der Kunde trägt die Verkehrssicherungspflicht für den Vertragsgegenstand nach dem Saisonbeginn. Er hat die Ackerhelden, sofern diese für Verletzungen der Verkehrssicherungspflicht in Anspruch genommen werden, von Ansprüchen Dritter freizustellen.

§ 8 Pflicht bei Vertragsbeendigung

Bei Beendigung des Vertragsverhältnisses ist der Kunde verpflichtet, den Vertragsgegenstand in dem Zustand zurückzugeben, der einer bis zur Rückgabe fortgesetzten ordnungsgemäßen Bewirtschaftung entspricht.

§ 9 Salvatorische Klausel

Sollte eine Bestimmung dieses Vertrages ganz oder teilweise unwirksam oder undurchführbar sein oder werden, so wird dadurch die Gültigkeit der übrigen Bestimmungen dieses Vertrages nicht berührt. Das Gleiche gilt, wenn und soweit sich in diesem Vertrag eine Lücke herausstellen sollte. Anstelle der unwirksamen oder undurchführbaren Bestimmung oder zur Ausfüllung der Lücke soll eine angemessene Regelung gelten, die, soweit recht¬lich möglich, dem am nächsten kommt oder entspricht, was die Vertragsparteien wirtschaftlich gewollt haben oder nach dem Sinn und Zweck dieses Vertrages gewollt hätten, sofern sie diesen Punkt bedacht hätten. Dies gilt auch dann, wenn die Unwirksamkeit einer Bestimmung etwa auf einem in diesem Vertrag vorgesehenen Umfang der Leistung oder Zeit (Frist oder Termin) beruht; in solchen Fällen tritt ein dem Gewollten wirtschaftlich möglichst nahe kommendes rechtlich zulässiges Maß der Leistung oder Zeit (Frist oder Termin) an die Stelle des Vereinbarten.